Und auch ansonsten hat die ungefähr Energie für 4. Während ich hier liege und das schreibe, räumt Isi die ganze Wohnung um.
Wir haben es heute geschafft Aufgaben von ner Woche in einen Tag zu packen. Konto eröffnet, Geld umgetauscht, Miete bezahlt, von Isi's Zimmer ins basement gezogen, Sozialversicherungsnummer beantragt und bei nem Job beworben.
Den ich dann auch prompt bekommen habe. Im McDonalds-ähnlichen Burgerstüblein "A&W", wo die Isi auch arbeitet, hat die mich ihrem Chef vorgestellt, der hat sich tausend Stunden mein Visum und meine Sozialversicherungsnummer angekuckt, ich hab kurz von meinen Joberfahrungen geredet und dann meinte der nur ich soll mich mit all meinen Problemen an die Mitarbeiter wenden und blah. Das hieß dann anscheinend, der nimmt mich. Alles nen bisschen seltsam und schnell. Morgen geh ich zur Einarbeitung, naja. Man wird sehen. Auf jeden Fall bekomm ich 10$ die Stunde!!
Dann wollte Isi sich noch unbedingt son Fahrrad angucken, das jemand verkauft, den sie bei ihrer Wohnungssuche kennengelernt hat. Naja, wir also da hin und das Haus in dem der lebt war ungefähr so auf deutschem Gartenhäuschen-Niveau und drumherum war voll das Messy-Nirvana. Der hat so ungefähr alles gebunkert: Fahrräder, Autos (da stand nen schöner Volvo Kombi, sah dem 240 ziemlich ähnlich. Stand aber nix dran), Microwellen, Motorräder, Schrott in den Autos, Gartenschüppen, ein Gartenmöbel Set und einen Kühlschrank.
Wir hatten uns dann son verrostetes Herrenrad mit Gepäckträger ausgesucht und dann meinte der so "oh, nä, das will ich aber gar nicht verkaufen. Das ist mein Lieblingsrad." was natürlich sehr glaubwürdig rüberkam.
Mein erster Gedanke beim Landen war "Krass Alter, jetzt biste hier auf diesem Riesenkontinent." Mit der Einreise und meinem Visum und meinem geschmuggeltem Nutella Glas ist alles super gut gelaufen. Mein Bus von Calgary nach Canmore kam zwar ne Stunde zu spät, aber war auch ziemlich cool. Ich hab zwar sofort geschlafen als ich da drin war (1Uhr nachts) aber kurz vor Canmore bin ich dann aufgewacht und war total baff von den Bergen um mich herum. Der Vollmond hat die dermaßen gut angeleuchtet, irgendwie sahen die sehr schön/gruselig aus.
Dann kamen auch die ersten Tanken und 7/11s, die genauso aussaßen wie in jeden Amerikanischen Film. Und dann kams: Christmastown aka Canmore. Oh mann, hier siehts wirklich aus wie in diesem Tal das der Grinch terrorisiert.
Ich bin immer noch erstaunt von der Architektur und so. Und wie nett die Leute sind. Sowatt hätts in Deutschland nich gegeben.
Btw, das erste was ich sah als ich in unser Haus kam, war das Cannondale von einem unserer Mitbewohner.
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