9/17/2010

Haha. Hahahahahahah, ach Santa B.

Heute sollte ich die letzte Schicht mit Celina (22, Italienerin, Kasse) von 12:30 bis 9:00 machen, Celina kam aber erst um 5:00 wegen schwerer Erkältung, nach ungefähr einer Stunde (nur noch wir beide waren an der Kasse) kam sie nach vorne gestürmt und aus mir noch unbekannten Gründen hatte sie soeben gekündigt. Ok, dachte ich mir, dann hat sie bestimmt ihre 2 Wochen Kündigungsfrist eingereicht. Doch kam sie nie zurück, solang die Schlage auf meiner Seite auch war. Als Barry (immer noch von nichts ne Ahnung und heute Manager) dann an die 2. Kasse kam, wurde mir klar, dass sie für heute gekündigt hatte.
Später erfuhr ich dann durch Office-Tratsch, dass Celina (wohl mit irgendwas unzufrieden, kein Wunder bei Barry) einfach nur "Fuck you, Barry!" kreischte und Barry unberührt ihren Namen auf'm Arbeitsplan durchstrach.

Oh Santa B.

8/26/2010

Santa Barbara Market. Santa B. Andere nennen es auch die Hölle.

Was ihr zuerst über Vancouver wissen müsst: Van ist eine dieser Städte, die in tausend kleine Viertel aufgeteilt ist, sodass man eigentlich immer nur an einem Ort bleiben kann, ohne irgendwas nicht zu haben. Andererseits heißt das aber auch, dass man andauernd irgendwas verpasst. Meine Arbeit ist in Ost Van, auf einer Straße, die ihr eigenes Viertel ist: Commercial Drive. Eine Mischung aus Hippies, Pennern, Lesben, Italienern und Spanisch sprechenden Menschen.

Einige Eindrücke von The Drive: Hier ein Keyboard spielender Mann in seinem Auto und ein anderer Trompeter der ihn begleitet.

The Drive bei Sonnenuntergang von Santa B's Dach aus.



Und da wo die Sonne untergeht ist Downtown Van.

Hier die kleine Versammlung aller Europäer als Spanien die WM gewonnen hat. Jep, auf Commercial Drive interessieren sich Menschen für Fussek.


Nirgendwo sonst habe ich jemals Menschen gesehen, die sich für den Bus anstellen.

Ein schlafender Mann in seinem Auto.

Ein Straßenschild mit einem Schnurrbart.

Oh ein Bus. Und ach, was ist das denn da im Hintergrund? Was ist das denn auf der Schulter dieses Mannes? Ist es etwa...

EINE TAUBE? Allerdings.

Santa B führt so ziemlich alles, was italienisch ist und mehr. Polnische Süßigkeiten und Sauerkraut. Für die eigewanderten Europäer halt. Wir sind aufgeteilt in Produce (Gemüse & Früchte), Groceries (Lebensmittel) und Deli (Wurst und Käsetheke). Die angestellten sind auch dementsprechend aufgeteilt: die Kassier-Mädels, die Lebensmittel-Jungs und die Deli-Leute. Insgesamt sind wir so um die 35 Leute. Und ganz ehrlich, wir könnten alle aus nem Comic sein. Ich hab noch nie so viel Zeit mit so seltsam zusammengewürfelten Leuten verbracht. Hier die wichtigesten:

Meine beste Freundin auf der Arbeit ist Charlene (20, Kasse), der sarkastischte, zynischte Mensch den ich je kennen gelernt habe. Eltern aus Kenia.
Melanie (Alter unbestimmt, Kasse) sieht aus wie 25, ist die Ruhe selbst und hat 2 Kinder (9, 5), die keine Sekunde still stehen und sehr laute Stimm-or(k)gane haben. Hat Au-Pair in der Schweiz gemacht und kann noch ein bisschen Deutsch.
Clare (19, Kasse) hat mit 17 aufgehört Kokain zu nehmen, ist mit einem 45 jährigem Vater zusammen und bezeichnet dessen Kind (9) als ihre Tochter. Nervigste Stimme der Welt, redet mit dir als wärst du 5.
Rozi (20, Deli), vernarrt in Lady Gaga, pinke Haare und seehr offen mit ihrer Sexualität.
Glenn (37, Lebensmittel) hat einen Wolverine Bart und arbeitet da schon seit 12 Jahren. Sieht aus/verhält sich wie Anfang 20.
Conner (17, Gemüse) ist der typische jugendliche Junge, der immer müde irgendwo in der Ecke rumzickt und nicht arbeitet.
Elden (18, Gemüse) ist der höflichste 18-jährige Junge der Welt und kauft uns regelmäßig Donuts und Kaffee.
Fernando (22, Gemüse) ist ein Anwalt in Mexiko und möchte gerne 10 Kinder.

Kommen wir nun zu den Bossen. Haha. Ursprünglich gehörte dieser Landen Paco, dem Italiener. Paco hatte eine Business Idee (Paco Enterprises) und hat die vor 24 Jahren in die Tat umgesetzt. Irgendwann in den letzten Jahren wurde das Paco aber zu viel (Altersbedingt) und so hat er ganz ganze seinem Schwiegersohn (Barry, Engländer, damals Kokainabhängig und ein Partytier) und seinem Sohn (Mario, heutiger Aufenthaltsort: Unbekannt) überlassen. Einige Zeit später kam Paco zurück, Barry und Mario hatten den ganzen Laden zerstört. Mario wurde rausgeschmissen, aber aus irgendeinem uns allen unverständlichen Grund mochte Paco Barry und er blieb. Barry durfte einen Teil von Santa B behalten, der Rest wurde an Lina (aus Italien), Iwona (aus Polen) und Domingo (aus den Phillipienen) verkauft.
Und das sind sie nun, die Manager: Barry (immer noch von nichts eine Ahnung, steht meistens rum und telefoniert, oder macht sich an Schnixen ran), Lina (hat wohl am meisten Ahnung, ist sone Art Tochter für Paco und wacht über Lebensmittel), Iwona (ist gefürchtet von allen, vermisst Europa, mag mich deshalb) und Domingo (skuril, versucht mit allen Angestellten gut auszukommen und hat das Gemüse unter Kontrolle).

Hier fanden wir des Brotlieferantens Berechnungen auf der Brotablage.

Hier meine Lieblingscheffin Iwona beim Schließen.

Im ganzen Ladenverteilt hängen kleine Erinnerungen und Infos an die Mitarbeiter (meistens auch von den Mitarbeitern). Dieses hier hängt bei den Olivenkübeln und sagt: "Schüttet die leeren Olivenkübel aus oder sterbt in einem tiefen, feurigen Loch."
Rechts darunter: "Sophie popelt in der Nase."

Hier kam ein Mann mit einer Baby-Schlange in den Laden spaziert und wir durften die Stunden lang halten.

Es ist schwer zu beschreiben, wie Santa B wirklich ist. An manchen Tagen kommen die seltsamsten Vögel in den Laden und fragen dich ob sie dich "Senorita" nennen dürfen oder warum du eine Kapuze auf hast, hast du irgendwas zu verstecken? An anderen Tagen will einfach jeder nur scheiße sein und dein Leben zur Hölle machen.


Vor 2 Wochen haben meine Mitbewohnerin Becky und ich ihre Schwester in Seattle besucht. Und Seattle ist eine wirklich tolle Stadt.

Ordentliches Amerikanisches Frühstück in einem Öko-Diner. Spiegelei, Hashbrowns, Toast und Frenshtoast, alles selbstgemacht.

Die Kaugummi-Wand und Becky's Schwester Natasha.

Becky und ich im Universitäts Viertel. Ah Herbst in Seattle ist wunderschön.

Eine ganze Straße voll mit fetten Villen für die Studentenverbindungen und alle haben Pools und Tennisplätze.

Und Löwen!

Natashas kleines Haus. Ach, Amerikanische Architektur, ich habe mich endlich an dich gewöhnt und werde dich vermissen.

Und hier teile der Uni, auf Europäisch gemacht.


Und zum Schluss: Ein Tag bei Ikea.

$2.99 für 15 Fleischbällchen.


8/07/2010

Ach, so sieht man sich wieder!! So, wo war ich stehen geblieben?

Florida! Ich weiß, das wird bestimmt irgendwann alt, aber SUPER Bundesstaat. Irgendwie natürlicher als Californien. Ich hätte gerne so ein türkis/rosa Holzlatten-Häuschen am Strand. Nachdem das erste Motel auf unserem Roatrip mehr so -10 auf der Schöhnheits-Skala schaffte, hatten wir danach nie wieder so ein Pech. Dank Mama's scharfem Auge und Tips (Am besten private Motels und Pensionen ansteuern, wo man sieht, dass sich Leute Mühe geben)!

Das Erste was mir in den Sinn kommt, wenn ich an Florida denke, sind die Everglades und Everglade City. Lag vielleicht daran, dass keine Season war, aber das kleine Kaff sah aus wie eine Geisterstadt. Hatte aber eines unserer besten Motels!
Abends saßen wir da auf einer Restaurant Terasse, überdacht bei Regen, mit doppeltem Regenbogen überm Wasser und Mama und ich haben uns Froschschenkel und Krokodilsfleisch geteilt (die Jungens ham sich nicht getraut). Frosch ist überraschent lecker und würde ich gerne zu meiner täglichen Nahrungsaufnahme hinzuflügen. Besser als Hühnchen.
Am Tag danach haben wir dann die Airboat Tour mitgemacht, 2 Krokodile und ganz viele perfekte Reflexionen im stillen Everglade Wasser gesehen.







Was so Touristädte angeht, haben die Amis schon mehr drauf als wir. Keywest ist super stilvoll, nicht so wie Malle. Und Dank Mama und Jürgens Verhandeln (das ich im Auto verschlafen habe) waren wir im wirklich besten Hotel überhaupt. Wirklich wirklich. Ich merke grade, dass ich das wohl nicht gut genug mit der Kamera auffangen konnte und es dann sein gelassen habe! Mama schick mir mal nen paar Fotos! Aber hier, ein Waschbär im nachbarlichen Urwald:




Ja, und dann Vancouver. 1 Woche im Hostel (hach, wie schnell so was zum zu Hause wird. ich vermiss dich HI Downtown. Ich will zum Kino Dienstag!!), bei Becky und Jordan eingezogen, 2 1/2 Wochen nach nem Job gesucht, und dann endlich! Santa Barbara Market schreibt mir, ich soll mich melden, die wollen mit Arbeit geben. Santa Barbara, der große italienische Bruder von Amigo Frucht, ist eine 35-köpfige Familie, die in 3 Gebiete eingeteilt ist: Kassiererinnen, Wurst-und Käsetheken Mädchen (und 2 Jungs) und die Regal-Jungs. Am besten ist wirklich die Theke (juhuuu, richtige Europäische Wurst! Käse der nicht orange ist!!) und Obst und Gemüse (niergendwo sonst, so billig). Ansonsten sehr viel Italienisches Zeug, aber hier und da auch Deutsches (Brot, Kinderbons, Rittersport etc). Gelegen ist das ganze in East Van(couver), der Hippie-Zentrale dieser Stadt. Ohja, hier fühlt man sich wie in den 70ern, ohne Witz.

Wo ich jetzt schon über 2 Wochen da arbeite, muss ich mich wohl angepasst haben. Denn! Vor 3 Tagen habe ich aufgehört mir meine Haare mit Shampoo oder irgendeiner Seife zu wasche. Nur warmes Wasser. Auf der Suche nach meinen natürlichen Haarfetten und Reinigungsmechanismen. Wusstet ihr, dass Shampoo erst in den 70ern erfunden wurde und sich vorher nur mit normaler Seife ab und zu die Haare gewaschen wurde? Naja, so sagt's das Internet. Egal, mindestens 2 Wochen soll man das ausprobieren, bei manchen wirkts und die berichten von prachtvollen Locken, die sie vorher noch nicht mal mit super doll teurem Frisörzeugs hinbekommen haben. Andere haben sich 6 Wochen die Haare nicht gewaschen und nix, nur Zausel und fettig. Ich hoffe, bei mir trifft das Erste ein. Ganz ehrlich, ich fühl mich immer noch wie ein dreckiger Hippie-Penner, aber es beruhigt mich, dass in meinem Viertel alle bestimmt ganz begeistert wären, wie natürlich und ökig ich mich verhalte. Danke Hippies, dass ihr mich unterstützt!!

Hmmm, nie wieder Shampoo kaufen. Das wär was.

Am 20. August fahr ich mit Becky nach Seattle, um ihren Geburtstag zu feiern. Wir übernachten bei ihrer Schwester und ich kauf mir ne schöne pinke Nintendo DSi damit ich wieder Pokemon spielen kann. Ha.

Seit 3 Tagen zeigt sich Vancouver wieder von seiner normalen Seite: Regen. Und alle freuen sich voll. Naja, ich mach trotzdem mal Fotos von den Hippies und Italienern.

6/29/2010

Ugh, Blog-Eintrag der Hölle. Erst war ich in Vancouver zu sehr damit beschäftigt mir nen Job zu suchen und dann hatte ich nen Job und war zu müde um weiter zu schreiben. Sorry. Aber hier ist er nun, Hawaii und so zusammengefasst.

Das letzte was man so von mir hörte/gesehen hat, war der lange lange Weg nach Hawaii. Nach der längsten Busfahrt meines Lebens (ich kann jetzt schon fühlen, dass ich da bald zu alt für werde haha.), in der ich nochmal 1A den Klimawechsel der Rockies mitbekommen habe (5 Minuten fährt man da durch Schneestürme und plötzlich ist wieder klarer Himmel, das ganze immer schön abwechselnd), war ich dann endlich in Abflugsort Nummer 1: Seattle. Blabla, guckt euch den Vlog an zu dieser ganzen Sache.

Spulen wir lieber vor nach Hawaii. Dem Ort ohne Sorgen. Wo man sich fühlt wie Jack Johnson und gerne den ganzen Tag in ner Hängematte am Strand schlafen möchte, um dann abends mit seinen Freunden Gitarre spielend am Lagerfeuer zu sitzen.

Zwei der tausend Inseln haben Isi und ich gesehen. Unser Plan sah ja eigentlich so aus: 2/3 Nächte auf O'ahu (in Honolulu) bleiben, um dann die Fähre rüber nach Maui zu nehmen. Ja, dachte sich das Leben, gearscht! Es gab nämlich keine Fähre mehr (danke übrigens, Das Internet, für diese komplette Fehlinformation. Noch nie war ich so abgrundtief enttäuscht von dir). Also umgedacht: Wir fliegen. Ja, dachte das Leben wieder, so einfach nicht! Hätten wir noch 2 Nächte in Honolulu bleiben wollen, wäre der Ticketpreis so hoch gewesen, dass wir uns für den 5 Uhr morgens Flug am nächsten Tag entschlossen (Gott sei dank waren diese Mini-Steine die einzigen auf unserem ganzen Reiseweg). All dies hätte mir wahrscheinlich ein Anorisma bereitet, wäre da nicht Claire unsere Couchsurferin gewesen. Diese selbstlose Irin hat uns nicht nur bei sich wohnen lassen, sondern uns auch ihre Kreditkarte gegeben und alle unsere spontan
en Planänderungen toleriert.

Auf Maui waren wir dann in der absolut besten Jugendherberge, die ich je gesehen habe.
Täglich kostenlose Touren (an Strände zum schnorcheln, oder auf Berge zum wandern), ein
super Team das
einem gerne geholfen hat und das einfach nur die gnaze Atmosphäre von Hawaii lebt. Direkt am ersten Tag, der längste Tag unseres Lebens (2:30 morgens aufgestanden, 4:00 morgens im Flugzeug, 5:00 morgens auf Maui, 10:00 morgens eingecheckt, 12:00 Tourbeginn) und gleichzeitig auch Isabell's Geburtstag, haben die
uns dann zu einer Bucht gekarrt an der wir schnorcheln konnten UND! Die größten Tiere
der Welt, die ich je unter
Wasser gesehen habe, zu Gesicht bekommen: Schildkröten.




Was ansonsten noch so ging: Wandern, durch kleine Städte laufen (eine für reiche Amis,
die andere für Hippi-Buddhisten-Surfer), an Stränden rumliegen, Essen gehen. Tut mir leid, aber mir wird das hier grade zu langweilig. Ich bin definitiv kein
Urlaubsberichteschreiber, wird also nix mit SonnenTV. Hier visuelle Eindrücke:


Noch mehr Hostel!! Da gabs frische Bananen vom Baum.




Der schlafende Vulkan auf Maui. Den hätten wir ca 8 Stunden bewandern können, mit der Herbergsgruppe, aber wir mussten früher weg wegen unserm Ablug zurück nach Honolulu.




Apropos Ablug, nach Maui sind wir also zurück zu ersten Insel geflogen und wurden von
unseren neuen Couchsurfern abgeholt. Die wohnen ganz im Norden der Insel. Da waren wir auch wandern (mannmannmann, sind wir aktiv, nicht?) und am Strand rumgelegen. Danach sind wir dann nochmal runter zu Claire, die uns an unserem letzten Abend in ein super Restaurant (Duke's, nach diesem Obersurfer da) ausgeführt hat. Da hat sie uns auch diese super schönen, echten Blumenketten geschenkt.


Letze Bilder von Hawaii:



Hmmmm, Strand. Naja, dann ging's auf jeden Fall weiter uuuund zwar nach: Los Angeles. Erst im Nachhinein wurde mir klar wie dreckig diese Stadt ist. Man merkt es zwar schon, wenn man da ist, aber ich hab mich schnell an die graue Luft und so gewöhnt. Außerdem kommt noch hinzu, dass LA bestimmt die größte, unübersichtlichste Stadt der Welt ist. Man braucht mindestens ne Stunde um irgendwo hinzukommen, wo was los ist (egal wo man gerade ist) und das Bussystem ist katastrophal. Ohne Auto ist man da nix (im Bus saßen auch irgendwie nur Penner und Seltsame). Da wir so viel mit irgendwo hinkommen beschäftigt waren, haben wir von unseren Couchsurfern leider nicht viel gesehen.
Trotzdem mochte ich's irgendwie. Faszination des Hässlichen?


Ohhh ja, Venice Beach. Hier gibt's Gras vom Arzt verschrieben und jeder hat ja mal Kopfschmerzen, ne?



Das Beste zum Schluss. Dies ist LA's unglaubliche Bushaltestellen-Mülleimer-System. Sehet und staunet.

Nach 3 Tagen Los Angeles haben wir dann den schrecklichsten Greyhound Bus der Welt nachts nach San Francisco genommen. Der Busfahrer hatte wohl die Prüfung zum Knastwärter nicht bestanden und ließ seinen Minderwertigkeitskomplex nun an uns aus. 8 Stunden Fahrt und wir durften unsere Schuhe nicht ausziehen. Isi und ich haben uns kaum getraut unser Essen zu essen, erst als er endlich das Licht ausgemacht hat, haben wir uns hinter der Bestuhlung versteckt.
San Fran war dann das genaue Gegenteil von LA. Saubere(re) Luft, alles sauber, die schönen viktorianischen Häuser alle in einer Reihe und wir bei einer 30-jährigen Anwältin in einem dieser Häuser.


Hier ein Bild von dem Tag, an dem wir beschlossen, über die Brücke zu laufen und dann keine Lust mehr hatten wieder zurück zu gehen. Dann nehmen wir halt den Bus, dachten wir uns. Aber nix. Keine Bushaltestelle in Sicht, und kein Tourie-Center, das uns helfen könnte. Irgendwie landeten wir dann auf der Auffahrt zur Autobahn über die Brücke, wo uns dann ein Polizist aufgabelte und über die Brücke fuhr.

Ok ich hör hier jetzt einfach auf, sonst wird das nichts. Nach San Fran haben Isi und ich uns getrennt und ich hab mich mit Mama in North Carolina getroffen. Mehr dazu bald, ich muss jetzt zur Arbeit.

6/04/2010

May 24th + The long long way to Hawaii

May 24th + The long long way to Hawaii from Lina Groß on Vimeo.

5/20/2010


Tja, jetzt sitz ich hier.

Gestern war mein letzter Arbeitstag und jetzt hab ich noch einen Tag hier alles zusammenzupacken und Canmore abzuhaken. Eigentlich wollten der Engländer und ich gestern morgen den Berg hier beklettern (Ha Ling Peak - von den Canmorians Chinaman's Peak genannt) aaaaber nix - is super ekeliges Wetter, Regen und grau.

Am Samstag ist Children's Festival in Canmore und das werd ich dann noch machen, bevor ich in den Greyhound steige und 20 Stunden nach Seattle fahre. Hier nun der Reiseplan:

22. Mai: 19:45Uhr Greyhound nach Seattle, WA
23. Mai: 15:00Uhr Seattle, WA - eine Nacht bei Isi's Couchsurfern unterkommen
24. Mai: 17:45Uhr Flug nach Honolulu, HA - Couchsurfen!!!!
27. Mai: Ab nach Maui, HA - The Banana Bungalow Hostel
01. Jun: Zurück nach Honolulu, HA - Couchsurfen!!!!
03. Jun: 08:00Uhr Flug nach Los Angeles, CA - Couchsurfen!!!!
07. Jun: Bus oder so nach San Francisco, CA - Couchsurfen!!!
10. Jun: 11:40Uhr Flug nach Raleigh, NC - Mama!!
23. Jun: 17:50Uhr Flug von Miami, FL nach Vancouver, BC -wer weiß?

So sieht's aus. Meine Koffer sind so weit gepackt, das meiste an Anziehsachen lass ich hier. Und ich klau auch nur eine Sache und zwar: Das Kochbuch. Hier würdigt das eh niemand so wie ich.

Ich werd Canmore vermissen, die Arbeit bei A&W nicht so (wurde am Ende sehr eintönig) aber son paar Leute da schon, hauptsächlich die Chinesen. Und die Küche hier, oh Mann. Wer weiß wann ich das nächte Mal nen ordentlichen Pie backen werden kann.

Aber wegen "to boldly go where no man has gone before" und so muss ich jetzt weiter.



Isabell ♥

5/07/2010

Hier bin ich wieder - die fette Meerjungfrau

Hm eigentlich hab ich nichts zu sagen, aber Isabell hat gesagt ich soll updaten, weil ihr sonst langweilig ist. Und mein größter Wunsch im Leben ist, dass Isabell glücklich ist.

Ich versuche grade eine Obession für Broadway Musicals zu entwickeln, aber das ist ziemlich schwer, wenn man nur an die Musik kommt, aber nicht an ne Filmaufnahme. Hm. New York stand eigentlich nicht auf der Agendaliste, aber ich find's auch unglaublich, dass ich noch nie nen Musical gesehen hab, wo ich doch nichts mehr liebe als schnulzige Disneylieder, die vollkommen unzusammenhängend, mittem im Satz angefangen werden zu singen.

Ansonsten versuche ich wöchentlich meinen Pie Boden zu perfektionieren, damit mein Apple Pie für nächste Generationen so etwas sein kann, wie Omma Nanne's Buttercreme für uns. Das ist gar nicht so einfach.
Überhaupt stecke ich sehr viel Zeit in kochen. Ich hab hier das beste Kochbuch entdeckt, was ich je gesehen hab. Sonst fand ich die eigentlich immer ziemlich doof. Aber dieses klau ich mir glaub ich. Da ist alles drin, was man sich so wünschen könnte. Nicht son Motto Kochbuch "1001 Schnelle Gerichte Für Studenten" oder so, wo sowieso nur Spaghetti und Möhrengemüse Rezepte drinstehen, die man eigentlich nicht aufgeschrieben haben muss. Naja, ich will ja hier niemanden beleidingen, also hör ich auf.

Ganz ehrlich überleg ich schon die ganze Zeit, ob ich nicht gut aufgehoben wäre in der Hotel und Restaurant Branche. Auch wenn meine Familie mich für nachbarnhassend und gästeverabscheund hält, ist das ja nur der Fall, weil ich so sein kann und so aufgewachsen bin. Ich hab die nie als meine Gäste angesehen, eher als Leute die es mir unmöglich machten in meinem Lieblingszimmer zu schlafen, oder so (und mit "oder so" meine ich, die Treppe lautstark runterzurutschen). Wer weiß, vielleicht übernehme ich das "Fass ohne Boden" ja doch (zwinker zwinker, Hein und Moni!).

Ich hab grad nicht mehr so Bock auf arbeiten. Da is nix los, das heißt ich steh nur doof rum und das ist echt stressig. Ich bin froh, dass ich bald da weg bin. Am 20. Mai hör ich auf zu arbeiten und dann gehts nach Seattle, wo ich Isi treffe und dann am 24. geht der Fluuuuug. Ab nach Hawaii.

Das geht natürlich einher mit ein wenig Planung. Wir suchen auf Hawaii, in LA und SanFran nach Couchsurfern, also Fremden die uns bei such wohnen lassen. Und dann natürlich auch nach preiswerten Mitfahrgelegenheiten. Und Isi's Geburtstag...