Das letzte was man so von mir hörte/gesehen hat, war der lange lange Weg nach Hawaii. Nach der längsten Busfahrt meines Lebens (ich kann jetzt schon fühlen, dass ich da bald zu alt für werde haha.), in der ich nochmal 1A den Klimawechsel der Rockies mitbekommen habe (5 Minuten fährt man da durch Schneestürme und plötzlich ist wieder klarer Himmel, das ganze immer schön abwechselnd), war ich dann endlich in Abflugsort Nummer 1: Seattle. Blabla, guckt euch den Vlog an zu dieser ganzen Sache.
Zwei der tausend Inseln haben Isi und ich gesehen. Unser Plan sah ja eigentlich so aus: 2/3 Nächte auf O'ahu (in Honolulu) bleiben, um dann die Fähre rüber nach Maui zu nehmen. Ja, dachte sich das Leben, gearscht! Es gab nämlich keine Fähre mehr (danke übrigens, Das Internet, für diese komplette Fehlinformation. Noch nie war ich so abgrundtief enttäuscht von dir). Also umgedacht: Wir fliegen. Ja, dachte das Leben wieder, so einfach nicht! Hätten wir noch 2 Nächte in Honolulu bleiben wollen, wäre der Ticketpreis so hoch gewesen, dass wir uns für den 5 Uhr morgens Flug am nächsten Tag entschlossen (Gott sei dank waren diese Mini-Steine die einzigen auf unserem ganzen Reiseweg). All dies hätte mir wahrscheinlich ein Anorisma bereitet, wäre da nicht Claire unsere Couchsurferin gewesen. Diese selbstlose Irin hat uns nicht nur bei sich wohnen lassen, sondern uns auch ihre Kreditkarte gegeben und alle unsere spontan
en Planänderungen toleriert.
Auf Maui waren wir dann in der absolut besten Jugendherberge, die ich je gesehen habe. Täglich kostenlose Touren (an Strände zum schnorcheln, oder auf Berge zum wandern), ein
super Team das
einem gerne geholfen hat und das einfach nur die gnaze Atmosphäre von Hawaii lebt. Direkt am ersten Tag, der längste Tag unseres Lebens (2:30 morgens aufgestanden, 4:00 morgens im Flugzeug, 5:00 morgens auf Maui, 10:00 morgens eingecheckt, 12:00 Tourbeginn) und gleichzeitig auch Isabell's Geburtstag, haben die
uns dann zu einer Bucht gekarrt an der wir schnorcheln konnten UND! Die größten Tiere
der Welt, die ich je unter
Wasser gesehen habe, zu Gesicht bekommen: Schildkröten.
Was ansonsten noch so ging: Wandern, durch kleine Städte laufen (eine für reiche Amis,
die andere für Hippi-Buddhisten-Surfer), an Stränden rumliegen, Essen gehen. Tut mir leid, aber mir wird das hier grade zu langweilig. Ich bin definitiv kein
Urlaubsberichteschreiber, wird also nix mit SonnenTV. Hier visuelle Eindrücke:
Noch mehr Hostel!! Da gabs frische Bananen vom Baum.
Der schlafende Vulkan auf Maui. Den hätten wir ca 8 Stunden bewandern können, mit der Herbergsgruppe, aber wir mussten früher weg wegen unserm Ablug zurück nach Honolulu.

Apropos Ablug, nach Maui sind wir also zurück zu ersten Insel geflogen und wurden von
unseren neuen Couchsurfern abgeholt. Die wohnen ganz im Norden der Insel. Da waren wir auch wandern (mannmannmann, sind wir aktiv, nicht?) und am Strand rumgelegen. Danach sind wir dann nochmal runter zu Claire, die uns an unserem letzten Abend in ein super Restaurant (Duke's, nach diesem Obersurfer da) ausgeführt hat. Da hat sie uns auch diese super schönen, echten Blumenketten geschenkt.
Letze Bilder von Hawaii:
Hmmmm, Strand. Naja, dann ging's auf jeden Fall weiter uuuund zwar nach: Los Angeles. Erst im Nachhinein wurde mir klar wie dreckig diese Stadt ist. Man merkt es zwar schon, wenn man da ist, aber ich hab mich schnell an die graue Luft und so gewöhnt. Außerdem kommt noch hinzu, dass LA bestimmt die größte, unübersichtlichste Stadt der Welt ist. Man braucht mindestens ne Stunde um irgendwo hinzukommen, wo was los ist (egal wo man gerade ist) und das Bussystem ist katastrophal. Ohne Auto ist man da nix (im Bus saßen auch irgendwie nur Penner und Seltsame). Da wir so viel mit irgendwo hinkommen beschäftigt waren, haben wir von unseren Couchsurfern leider nicht viel gesehen.
Trotzdem mochte ich's irgendwie. Faszination des Hässlichen?

Ohhh ja, Venice Beach. Hier gibt's Gras vom Arzt verschrieben und jeder hat ja mal Kopfschmerzen, ne?
Das Beste zum Schluss. Dies ist LA's unglaubliche Bushaltestellen-Mülleimer-System. Sehet und staunet.
Nach 3 Tagen Los Angeles haben wir dann den schrecklichsten Greyhound Bus der Welt nachts nach San Francisco genommen. Der Busfahrer hatte wohl die Prüfung zum Knastwärter nicht bestanden und ließ seinen Minderwertigkeitskomplex nun an uns aus. 8 Stunden Fahrt und wir durften unsere Schuhe nicht ausziehen. Isi und ich haben uns kaum getraut unser Essen zu essen, erst als er endlich das Licht ausgemacht hat, haben wir uns hinter der Bestuhlung versteckt.
San Fran war dann das genaue Gegenteil von LA. Saubere(re) Luft, alles sauber, die schönen viktorianischen Häuser alle in einer Reihe und wir bei einer 30-jährigen Anwältin in einem dieser Häuser.
Hier ein Bild von dem Tag, an dem wir beschlossen, über die Brücke zu laufen und dann keine Lust mehr hatten wieder zurück zu gehen. Dann nehmen wir halt den Bus, dachten wir uns. Aber nix. Keine Bushaltestelle in Sicht, und kein Tourie-Center, das uns helfen könnte. Irgendwie landeten wir dann auf der Auffahrt zur Autobahn über die Brücke, wo uns dann ein Polizist aufgabelte und über die Brücke fuhr.
Ok ich hör hier jetzt einfach auf, sonst wird das nichts. Nach San Fran haben Isi und ich uns getrennt und ich hab mich mit Mama in North Carolina getroffen. Mehr dazu bald, ich muss jetzt zur Arbeit.
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